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Aktuelles

Staatsangehörige aus den Westbalkanstaaten (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Republik Nordmazedonien, Montenegro und Serbien) können über die Westbalkanregelung eine Beschäftigung in Deutschland aufnehmen, ohne berufliche Qualifikationen nachweisen zu müssen. Bei reglementierten Berufen muss eine Anerkennung bzw. Erlaubnis hierfür nachgewiesen werden.

Entscheidend ist ein verbindliches Arbeitsplatzangebot von einem/r Arbeitgeber/in. Außerdem muss die Bundesagentur für Arbeit (BA) zustimmen. Die Regelung, die seit Anfang 2016 gilt, ist derzeit bis Ende 2020 befristet.

Im Rahmen einer Studie durch des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wurden erste Ergebnisse und Auswirkungen festgehalten (Auszug):

  • Die Regelung traf bei deutschen Betrieben, vor allem im Baugewerbe, auf eine hohe Nachfrage.
  • Die Arbeitsmarktintegration ist erfolgreich verlaufen. Die Anteile an Arbeitslosen sind geringer als bei allen anderen MigrantInnengruppen.
  • Arbeitsverhältnisse kamen in aller Regel über private (KollegInnen, Bekannte, Verwandte, etc.) und professionelle Netzwerke (Vermittlungsagenturen, vor allem für Pflegebetriebe und in der Systemgastronomie) zustande. Diese begünstigen auch eine gute Passung.
  • Der Männeranteil  ist deutlich höher und das Durchschnittsalter geringer als bei deutschen Erwerbspersonen.
  • Die Hälfte der Beschäftigten war auf Fachkraftniveau oder einem höheren Tätigkeitsniveau tätig.
  • Bei rund 56 % der Beschäftigten entsprachen die mitgebrachten Qualifikationen dem Anforderungsniveau der in Deutschland ausgeübten Tätigkeit, in 29 % der Fälle übertraf das Anforderungsniveau der Tätigkeit die formale Qualifikation, in 15 % der Fälle war es geringer.
  • usw.

Download: Hohe Nachfrage und gute Arbeitsmarktintegration (IAB-Kurzbericht)