• berufsanerkennung.at
  • enic-naric-austria
  • migrantInnen.at

Aktuelles

Auf Initiative von Sozialministerin Brigitte Zarfl wurden zwei aktuelle Studien zum Thema der zukünftigen Finanzierung der Langzeitpflege und dem Pflegepersonalbedarf vorgestellt. Die Ergebnisse sollen eine weitere Grundlage für die Vorbereitung weitere Maßnahmen auf Ebene des Bundes und der Länder darstellen.

Basierend auf den Erhebungen und unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung wird ein zusätzlicher Bedarf von 34.000 Pflegefachkräften ermittelt, zusätzlich 41.500 Personen zur Abdeckung der Pensionierungen, in Summe werden bis 2030 75.700 Pflegefachkräfte benötigt. Jährlich wären dies zwischen 3.900 und 6.700 zusätzlichen Personen.

Dieser Personalbedarf ist aus heutiger Sicht weder aus den SchulabsolventInnen noch aus Qualifizierungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice abzudecken.

Um dem künftigen Bedarf im Pflegebereich gerecht werden zu können, sind verschiedenste Maßnahmen zu treffen. Diese sind:

  • ausreichend Ausbildungsplätze innovativ planen und vorhalten
  • Pflegeberufe bekannt machen, ihr Image verbessern und ihre Attraktivität steigern
  • unterschiedliche Zielgruppen konkret ansprechen und während der Ausbildung unterstützen
  • Informationsveranstaltungen, Praktika und Schnuppertage nachhaltig gestalten
  • ausländischem Personal den Berufseinstieg erleichtern
  • Drop-out-Raten während der Ausbildung senken
  • lebensphasengerechtes Arbeiten ermöglichen durch Kompetenz- und Karriereentwicklung wertschätzende Unternehmenskultur fördern
  • Gesamtkonzepte und Strukturen in Einrichtungen (weiter) entwickeln GuKG-Novelle umsetzen und evaluieren
  • vertiefte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zur Unterstützung des Pflege- und Betreuungspersonals führen
  • Vernetzung und (über-)regionalen Austausch fördern
  • Potenziale einer interprofessionellen Ausbildung und Zusammenarbeit ausloten und nutzen
  • neue Betreuungs- und Versorgungsarrangements entwickeln

Presseaussendung und Kurzpräsentation der Studien