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Aktuelles

Im Durchschnitt des Jahres 2018 lebten rund 2,022 Millionen Personen (23,3% der Gesamtbevölkerung) mit Migrationshintergrund in Österreich, um rund 400.000 bzw. 25% mehr als fünf Jahre zuvor (2013: 1,622 Millionen). Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund stieg in diesen fünf Jahren von 19,4% auf 23,3% an. Dies geht aus dem statistischen Jahrbuch für Migration und Integration hervor, das von Statistik Austria zusammengestellt wurde.

794.800 Personen mit Migrationshintergrund hatten ihre Wurzeln in einem anderen EU- oder EFTA-Staat, dies entspricht einem Anteil von 39% aller Personen mit Migrationshintergrund. 1.227.400 Menschen (61%) hatten einen Migrationshintergrund aus Drittstaaten. Darunter stammten aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens (ohne die EU-Mitglieder Slowenien und Kroatien) 532.400 Personen (26% aller Personen mit Migrationshintergrund) und aus der Türkei 269.800 (13%). 106.800 Personen (5%) hatten einen afghanischen, syrischen oder irakischen Migrationshintergrund.

Etwas mehr als 1,492 Millionen Menschen gehören der sogenannten ersten Generation an, sind also selbst im Ausland geboren und nach Österreich zugezogen. Die verbleibenden knapp 530.000 Personen mit Migrationshintergrund sind in Österreich geborene Nachkommen von Eltern mit ausländischem Geburtsort und gehören somit zur zweiten Generation.

Im Jahr 2018 hatten 1.003.100 Erwerbstätige (23%) einen Migrationshintergrund, wobei 849.900 (20%) der ersten und 153.200 (3%) der zweiten Zuwanderergeneration angehörten. Mit 281.700 Erwerbstätigen stellten Zugewanderte aus den außerhalb der EU liegenden Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens die größte Gruppe unter den Beschäftigten mit Migrationshintergrund dar.

Die nächstkleineren Gruppen bildeten 149.200 Personen aus den EU-Beitrittsstaaten 2004 sowie 147.000 Personen aus den EU-Staaten vor 2004 bzw. aus EFTA-Staaten. Annähernd gleich groß waren 2018 die Zahl der Beschäftigten aus den EU-Beitrittsstaaten ab 2007 (126.300) sowie jene mit türkischem Migrationshintergrund (127.200). 2018 gab es zudem etwa 26.300 Erwerbstätige aus Afghanistan, Syrien und dem Irak.

Das Statistische Jahrbuch setzt sich unter anderem auch mit der Qualifikation der Erwerbstätigen auseinander. 27 % der ausländischen Erwerbstätigen im Alter von 25 bis 64 Jahren hatten einen universitäreren Abschluss (21 % der ÖsterreicherInnen). Hingegen hatte lediglich gut ein Drittel (35%) der Erwerbstätigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit eine Lehre oder Berufsbildende Mittlere Schule abgeschlossen, bei einheimischen Erwerbstätigen waren es 54%.

Bewertung / Anerkennung ausländischer Ausbildungen

Im Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 wurde insgesamt 7.034 Personen eine ausländische Ausbildung bewertet oder anerkannt. Darunter waren 48% EU-/EFTA-Staatsangehörige, insbesondere aus den 2004 beigetretenen Staaten (23%). 10% bezogen sich auf Personen aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak, was im Verhältnis zur Bevölkerung gleicher Staatsangehörigkeit eine deutliche Überrepräsentation darstellt. 11% entfielen auf im Ausland erworbene Qualifikationen von ÖsterreicherInnen.

Die bewerteten bzw. anerkannten Abschlüsse waren zu 51% akademisch. Rund 27% entfielen auf Lehrlingsausbildungen und BMSAbschlüsse, 12% auf eine Ausbildung auf Maturaniveau sowie 10% auf einen Pflichtschulabschluss.

Auffällig war der gegenüber dem Durchschnitt doppelt so hohe Anteil von Bewertungen/ Anerkennungen auf Maturaniveau bei Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens außerhalb der EU.

Statistisches Jahrbuch für Migration & Integration 2019 (Download)