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Aktuelles

Um mitgebrachte Qualifikationen besser zu verstehen, organisiert die Anlaufstellenkoordination (gemeinsam mit Kooperationspartnern) seit Jahren die Fachveranstaltungsreihe „Internationale Bildungssysteme“. Nun wurde die Serie mit weiteren Fachveranstaltungen fortgesetzt. An drei aufeinander folgenden Tagen wurden die Bildungssysteme Serbien und Bosnien und Herzegowina in Innsbruck, Linz und in Graz vom 19. bis 21. November 2018 vorgestellt.

AMS MitarbeiterInnen, VertreterInnen von Anerkennungsbehörden, SozialpartnerInnen sowie BeraterInnen und TrainerInnen, deren Zielgruppe unter anderem Personen mit ausländischen Qualifikationen sind, nahmen teil. Einer der wesentlichen Faktoren für die nachhaltige Arbeitsmarktintegration von MigrantInnen ist die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Ziel war Informationen über das Bildungs- und Berufswesen der beiden Staaten zu bieten.

Katarina Popovic, Leiterin der Abteilung Andragogik (Erwachsenenbildung) an der Universität Belgrad und Generalsekretärin des Internationalen Rates für Erwachsenenbildung (ICAE) hat ausführlich über das serbische Bildungssystem berichtet: als besonders wichtig im Vergleich zu Österreich wurden eine gemeinsame Grundschule für alle zwischen sieben und 15 und die hauptsächlich schulische Berufsausbildung betont.

Eine Übersicht über die Bildungssituation in Bosnien und Herzegowina hat Alma Herman, Bildungswissenschaftlerin aus Sarajevo gegeben. Der ähnliche politische Wandel in den letzten Jahrzehnten in beiden Ländern nahm viel Einfluss auf alle gesellschaftlichen Bereiche – die Bildung blieb davon nicht verschont. In ihrem Vortrag hat Herman auf die massenhafte Abwanderung vor allem junger Leute hingewiesen.

Die Komplexität des bosnischen Bildungssystems und die voranschreitende Privatisierung der akademischen und beruflichen Bildung in Serbien zeigen die Wichtigkeit einer profunden Anerkennungsberatung auf.