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Aktuelles

Der Qualifikationsplan Wien 2030 ist die Weiterentwicklung des Qualifikationsplans Wien 2020. Zentraler Ausgangspunkt waren Analysen der Wirtschaftsforschung, die Wien als Wirtschaftsstandort einen guten Befund im internationalen Vergleich ausstellten, allerdings auch darauf hinwiesen, dass sich die Qualifikationsstruktur der Wiener Bevölkerung und die Wachstumspotenziale der Wiener Wirtschaft nicht vollständig decken. Einem wachsenden Bedarf an hochqualifizierten ArbeitnehmerInnen und einem gleichzeitig rückläufigen Angebot an Arbeitsplätzen ohne besondere Qualifikationserfordernisse steht ein hohes Arbeitskräftepotenzial von Personen mit maximal Pflichtschulabschluss gegenüber.

Der Qualifikationsplan Wien 2030 hat in erster Linie arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische, nicht zuletzt aber auch bildungspolitische Zielsetzungen. Im Kern geht es um die Reduktion der Disparität zwischen Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftenachfrage im Beschäftigungssegment mit geringen Qualifikationsanforderungen durch die Höherqualifizierung von formal gering qualifizierten Personen. Mit dem Erlangen von weiterführenden Berufs- und Bildungsabschlüssen und der Erweiterung von Berufskompetenzen erhalten WienerInnen bessere Chancen auf eine nachhaltige und existenzsichernde Beschäftigung im Beschäftigungssegment mit höheren Qualifikationsanforderungen. Im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wiener Wirtschaft wird damit das Potenzial gut qualifizierter Arbeitskräfte vergrößert.

Zielgruppen:

  • Die erste wichtige Zielgruppe sind Jugendliche. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle SchülerInnen im Bereich der Pflichtschule jene erforderlichen Kompetenzen erwerben, die ihnen einen Übertritt in eine weiterführende Ausbildung und in der Folge einen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss ermöglichen.
  • Die zweite wichtige Zielgruppe sind alle beschäftigten und arbeitslosen WienerInnen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Berufs- und Bildungsabschluss erworben haben. Selbstverständlich geht es dabei auch um die Unterstützung von Personen ohne hinreichende Basisqualifikationen.
  • Der Qualifikationsplan bezieht aber auch bewusst Personen ein, die zwar einen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss haben, allerdings Tätigkeiten ohne besondere qualifikatorische Anforderung und mit geringem Verantwortungsumfang ausüben und damit ihren Bildungsabschluss auf dem Arbeitsmarkt nicht verwerten können. Eine wichtige Teilgruppe sind dabei aus dem Ausland zugewanderte Personen, die mitgebrachte Bildungsabschlüsse und Kompetenzen schon wegen mangelnder Deutschkenntnisse oder fehlender formaler Anerkennung im Inland nicht verwerten können.

Im strategischen Handlungsfeld „Berufliche Erwachsenenbildung“ werden zugewanderte WienerInnen dabei unterstützt, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und im Ausland erworbene Berufs- und Bildungsabschlüsse und Kompetenzen zu verwerten und anerkennen zu lassen.

Rathauskorrespondenz vom 14.03.2018

Qualifikationsplan Wien (Stadt Wien)

Qualifikationsplan Wien 2030 (waff)

Grundsatzdokument Qualifikationsplan 2030