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Aktuelles

Die Studie „Fiskalische und ökonomische Effekte verschiedener Migrationsformen“ hatte das Ziel, ökonomische und fiskalische Effekte von Migration nach Österreich in Bezug auf unterschiedliche Gruppen von MigrantInnen vertiefend zu analysieren.

Aus ökonomischer Sicht stellt Zuwanderung insbesondere eine Erhöhung des Arbeitsangebots dar. Mit der Migration steigen damit im Allgemeinen Beschäftigung und Wirtschaftswachstum im Zielland. Kurzfristig kann Migration aber auch durch Verdrängungseffekte die Lohnentwicklung und Beschäftigungswahrscheinlichkeit der ansässigen Bevölkerung dämpfen. In Bezug auf die Beschäftigung insgesamt wirken diese Effekte jedoch – auch kurzfristig – schwächer als die positiven Auswirkungen der Migration.

AsylwerberInnen haben  hingegen nur einen sehr eingeschränkten Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt, ein Arbeitsmarktzugang ist erst nach positivem Abschluss des Asylverfahrens möglich. Dies verzögert daher den Arbeitsmarkteintritt. Empirische Untersuchungen, u.a. aus Schweden, zeigen, dass die Arbeitsmarktintegration von anerkannten Flüchtlingen lange Zeit in Anspruch nehmen kann. Aus diesen Gründen manifestieren sich die Arbeitsmarkteffekte im Vergleich zu den anderen Migrationsformen erst deutlich später in vollem Umfang.

Insgesamt verdeutlicht die Analyse, dass Migration im betrachteten Zeitraum positive Effekte auf die öffentlichen Finanzen hat. Über alle Migrationsformen hinweg leistet die Nettomigration (der Jahre 2013 bis 2018) im betrachteten Zeitraum (2013–2020) einen positiven Beitrag zum öffentlichen Budget in Österreich in Höhe von 1,4 Mrd. Euro. Jedoch bestehen Unterschiede: Je besser eine Gruppe in den Arbeitsmarkt integriert ist, desto positiver fallen die fiskalischen Ergebnisse aus. Der Saldo der Einnahmen und Aufwendungen ist in der kurzfristigen Betrachtung bei allen Migrationsgruppen – bis auf die der Asylmigration – positiv. Die Effekte einer besseren Integration zeigen sich aber auch in dieser Gruppe: So wird der negative Saldo im Zeitverlauf immer geringer.

Die Untersuchung hat  die EcoAustria in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Familienforschung der Universität Wien im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds durchgeführt.

Presseaussendung und Download der Studie.