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Aktuelles

Die Publikation  „Junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt“ stellt umfangreiche Informationen zur Situation junger Menschen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das Ad-hoc-Modul wurde im Jahr 2016 im Rahmen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung durchgeführt und richtete sich an alle Personen in Privathaushalten im Alter von 15 bis 34 Jahren.

Im Mittelpunkt dieser Publikation stehen Analysen zu Bildungshintergrund, Arbeitserfahrung, Arbeitssuche und Mobilitätsbereitschaft von jungen Menschen. Im ersten Teil bietet die Publikation einen Überblick über soziodemographische und erwerbsstatistische Merkmale junger Menschen in Österreich. Anschließend wird im zweiten Teil die Ausbildung von jungen Menschen näher beleuchtet. Zusätzlich zur Erläuterung des Bildungsstandes der 15- bis 34-Jährigen werden die Bildung ihrer Eltern und die soziale Vererblichkeit von Bildung thematisiert. Weiters wird auf junge Menschen, die eine Ausbildung abgebrochen haben (Drop-outs), eingegangen. Arbeitserfahrung und Praktika während und nach der Ausbildung bilden einen weiteren Schwerpunkt. Im dritten Teil dieser Publikation werden zudem die Fragen, wie junge Menschen ihre derzeitige Arbeit gefunden haben und ob sie bei der Arbeitssuche unterstützt wurden, analysiert. Darüber hinaus wird untersucht, ob die derzeit ausgeübte Arbeit den formalen Bildungsabschlüssen entspricht. Abschließend folgt im vierten Teil eine Analyse der Mobilitätsbereitschaft der jungen Menschen, insbesondere ob sie bereit wären für eine Arbeitsstelle umzuziehen oder ob sie Pendelzeiten von über einer Stunde in Kauf nehmen würden.

Von den 1.472 Mio. erwerbstätigen jungen Erwachsenen, gaben rund 352.000 an, dass ihr derzeitiger Job entweder überhaupt nicht oder weniger ihren Bildungsabschlüssen entspricht. Dies entspricht rund einem Viertel (24%) der 15- bis 34-Jährigen und trifft Frauen wie Männer gleichermaßen. Ob es sich hierbei um eine Über- oder Unterqualifikation handelt, wurde nicht erhoben.

Inwiefern die erworbenen Qualifikationen am Arbeitsmarkt umgesetzt werden können, ist von einer Reihe von Einflussfaktoren abhängig und wird – für Erwerbseinsteiger und Erwerbseinsteigerinnen bzw. für junge Erwachsene – unter anderem über die getroffene Bildungs- bzw. Berufswahl, aber auch über das Vorhandensein von sozialen Netzwerken, die beim Berufseinstieg behilflich sein können, bestimmt.

Darüber hinaus spielen Anerkennungsregelungen von Qualifikationen, die nicht in Österreich erworben wurden (Nostrifikationen), sprachliche Kompetenzen sowie mittelbare und unmittelbare Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt eine Rolle. 

Deutliche Unterschiede zeigen sich nach Staatsangehörigkeit und nach dem Vorhandensein eines Migrationshintergrundes: Personen mit österreichischer Staatsangehörigkeit (20%) geben deutlich seltener – rund halb so oft – als Personen mit nicht?österreichischer Staatsangehörigkeit (41%) an, dass die Arbeitsstelle überhaupt nicht oder weniger ihrer Qualifikation entspricht. Etwa gleich groß ist die Differenz zwischen Personen ohne (20%) und mit Migrationshintergrund (37%). Für Personen der zweiten Migrationsgeneration (30%) fällt dieser Anteil etwas geringer aus als für Personen der ersten Generation (39%).

Weitere Informationen und Download.

Presseaussendung, Statistik Austria, 13. Dezember 2017