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Aktuelles

Eine der wichtigsten Fragen für die rasche und nachhaltige Arbeitsmarktintegration ist die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Um mitgebrachte Qualifikationen besser zu verstehen, wurde die Fachveranstaltung „Das Bildungssystem in Rumänien“ durch die Anlaufstellenkoordination (Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen) und die Abteilung Bildungspolitik der Arbeiterkammer Wien am 24. Oktober 2017 organsiert.

Sprachwissenschaftlerin Frau Dr. Laura Balomiri gab zunächst einen eindrucksvollen Überblick über die historische Entwicklung des Landes sowie über die wichtigsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren wie zum Beispiel: im EU-Vergleich weist Rumänien ein relativ starkes BIP-Wachstum auf, gleichzeitig nach Arbeitskosten je geleisteter Stunde befindet sich das Land am vorletzten Platz.

Die TeilnehmerInnen erfuhren Wesentliches über Schultypen und Ausbildungsmöglichkeiten im rumänischen Schulsystem und Hochschulwesen. Anhand der Beispiele von beruflichen und akademischen Abschlüssen wurden Bildungswege beschrieben.

Die Referentin berichtete zudem auch über die demografische Entwicklung des Landes – eine starke Auswanderung ist seit Jahren zu verzeichnen, vor allem nach der Wirtschaftskrise 2008/2009 und nach der Öffnung des Arbeitsmarktes 2014.

Derzeit leben etwa 92.000 RumänInnen in Österreich und stellen damit nach deutschen, serbischen und türkischen StaatsbürgerInnen die viertgrößte Gruppe dar. Es gibt starke Fluktuation am Arbeitsmarkt bzw. starke Unterschiede in der Beschäftigungssituation von RumänInnen in Österreich. In Österreich lebende RumänInnen sind mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren wesentlich jünger als die Gesamtbevölkerung (42,5 Jahre) und leisten somit auch einen wichtigen Beitrag zur demografischen Entwicklung aber auch zur Entlastung des Pensionssystems.

Präsentation