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Aktuelles

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragte L&R Sozialforschung OG die "Anlaufstellen für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen" (AST) zu evaluieren. Die Evaluierung wurde vor kurzem veröffentlicht.

Die seit dem Jahr 2013 vom Sozialministerium geförderten ASTen haben bis Ende März 2016 österreichweit insgesamt 17.698 Personen beraten. Zum überwiegenden Teil nutzten Frauen (61% aller Beratenen), Personen mittleren Alters (25 bis 45 Jahre: 77%) und Personen mit einem Tertiärabschluss (54%) die Beratung. Der regionale Schwerpunkt liegt in Wien und in Ballungsräumen.

Rund 90% der befragten beratenen Personen waren sehr/eher zufrieden mit der Beratung in den ASTen insgesamt, wie auch mit den Kompetenzen der BeraterInnen. Dies liegt u. a. auch daran, dass das Anerkennungsverfahren in Österreich von fast der Hälfte der Befragten als sehr kompliziert und schwer verständlich erlebt wird. Den ASTen kommt in dieser Situation eine bedeutsame unterstützende Funktion zu.

Gut die Hälfte der Befragten (55%) ist der Ansicht, dass die Anerkennung/Bewertung ihrer Ausbildung einen arbeitsmarktrelevanten Nutzen hatte. So kann beispielsweise gezeigt werden, dass eine Anerkennung/Bewertung der Ausbildung die Wahrscheinlichkeit auf eine Arbeitsstelle auf demselben beruflichen Tätigkeitsniveau wie im Herkunftsland erhöht. Berufliche Dequalifizierung, wie sie viele der Befragten erlebt haben, nimmt also bei jenen Personen mit anerkannter/bewerteter Ausbildung ab.