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Aktuelles

Die deutsche Bundesregierung hat Anfang Juni 2017 den Bericht zum Anerkennungsgesetz 2017 beschlossen, der auch die Ergebnisse einer umfangreichen Wirkungsanalyse enthält. Fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes zieht der Bericht eine positive Zwischenbilanz. Erstmals hat die Regelung in Deutschland einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf die Prüfung ausländischer Qualifikationen geschaffen – unabhängig vom Zuwanderungsstatus und der Staatsangehörigkeit des Antragstellers. Das Gesetz sollte die Integration in den Arbeitsmarkt erhöhen, qualifikationsadäquate Beschäftigung verbessern und die gesteuerte Zuwanderung stärken. Die unabhängige Evaluation kommt zu dem Ergebnis, dass diese Ziele voll erreicht werden.

Die Evaluationsergebnisse zeigen im Vorher-Nachher-Vergleich, dass nach der erfolgreichen Anerkennung neun von zehn Fachkräften mit ausländischem Berufsabschluss erwerbstätig sind, damit steigt die Beschäftigtenquote kräftig um über 50 Prozent. Das Bruttoeinkommen wächst nach erfolgreicher Berufsanerkennung um durchschnittlich 1.000 Euro im Monat, was einem Anstieg von 40 Prozent entspricht. Und das Anerkennungsgesetz leistet einen positiven Beitrag zur qualifizierten Zuwanderung: Etwa jeder zehnte Antrag auf Berufsanerkennung wurde bereits aus dem Ausland gestellt – eine Möglichkeit, die es vor Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes nicht gab.

Die Zahl der gestellten Anerkennungsanträge steigt weiter an. Bis Ende 2015 gab es allein in den bundesrechtlich geregelten Berufen über 63.400 Anträge auf Berufsanerkennung. Drei Viertel aller gestellten Anerkennungsanträge hatten im Jahr 2015 eine volle Gleichwertigkeit als Ergebnis (74 Prozent). Die Ablehnungsquote lag mit 2,6 Prozent noch unter dem Niveau der Vorjahre. Der Rest entfiel auf Auflagen zum Beispiel von Anpassungsqualifizierungen (14,8 Prozent) und eine teilweise Gleichwertigkeit (8,5 Prozent).

Anerkennungsbericht 2017

Evaluation des Anerkennungsgesetzes